City Trip Wien

Wir haben ganz kurzfristig eine Woche Wien gebucht und die Kinder damit überrascht. Am Montag war es sehr windig, so dass die hohen Temperaturen von 36 Grad noch einigermassen auszuhalten waren. Damit wir uns zwischendurch etwas abkühlen konnten, sind wir viel shoppen gegangen (bei diesen Temperaturen gehen sogar Männer gerne in Kaufhäuser ;-)). Gegen Abend sind wir zum Würstel-Prater gefahren. Dort hat es Vito vor allem der neue Drop-Tower Space Shot angetan: aus 80 m Höhe saust man mit hoher Geschwindigkeit dem Boden entgegen. Auch Sina hat mutig die meisten Bahnen ausprobiert.

Am Dienstag haben wir das Naturhistorische Museum besucht. Das ist ein faszinierendes Museum mit einer riesigen Sammlung (es ist eines der grössten weltweit mit über 30 Mio. Sammlungsobjekten). Beim Eingang wird man von einem Europäischen Mini-Elefanten begrüsst, den Sina am liebsten mitgenommen hätte. Am Nachmittag war es sehr schwül – Regen lag in der Luft. Wir haben die Albertina besucht und die vielen Kunstwerke bewundert. Neben den Klassikern von Monnet über Picasso bis zu Dürrer waren auch die abstrakteren Werke neueren Datums sehr eindrucksvoll. Besonders eindrücklich war die Foto-Ausstellung “Lee Miller” – insbesondere die Fotografien vom zweiten Weltkrieg gingen uns unter die Haut. Als wir das Museum verlassen wollten, hatte tatsächlich der Regen eingesetzt. Dadurch haben wir die Albertina durch den Kauf von Schirmen im gehobenen Preis-Segment im Museums-Shop finanziell unterstütz 😉

Die Wetterprognosen für Mittwoch waren eher schlecht. Bis Mittag hat war es noch trocken, danach hat Regen eingesetzt und die Temperaturen gingen merklich zurück. Wir haben die Regenpause für einen Kinobesuch genutzt: Sina wollte unbedingt den Minions Film sehen. Wirklich unterhaltsam und witzig. Können wir jedem, der die kleinen gelben Kerlchen mag, empfehlen.

Am Donnerstag haben wir das Haus des Meeres besucht. Diese Ausstellung ist, insbesondere mit Kindern, immer einen Besuch wert. Neben den Aquarien und Terrarien gibt es einen Bereich mit Vögeln und Affen. Die fliegen bzw. klettern frei herum und kommen den Besuchern ab und an sehr nahe. Neben den Tieren ist auch das Restaurant Ocean Sky auf der Dachterrasse ein absolutes Highlight: so eine tolle Aussicht auf Wien hat man sonst fast nirgends.

Am Freitag sind wir gemütlich durch die Stadt geschlendert. Hie und da mal etwas gekauft, viel Kaffee getrunken und den Tag genossen. Am Mittag haben wir den Naschmarkt besucht. An diesem Markt werden allerlei Köstlichkeiten von nah und fern angeboten. Man fühlt sich wie auf einem fremdländischen Bazar. Danach sind wir zum Flughafen gefahren. Leider hatte unser Flieger über zwei Stunden Verspätung: offenbar ist ein Flieger in Zürich ausgefallen. Die SWISS ist dann mit einer A340 nach Wien geflogen und hat uns dort abgeholt: war sehr speziell in einem halb leeren Langstrecken-Flugzeug von Wien nach Zürich zu fliegen…

Kulinarisch hat Wien sehr viel zu bieten. Bei diesem Besuch haben wir insbesondere das Mittagessen in Glacis Beisl beim Museums Quartier genossen: ehrliche einheimische Kost auf hohem Niveau in einem tollen Ambiente. Natürlich haben danach auch ein ehrliches Eis geschleckt: das Veganista in der Neustiftgasse ist mittlerweile kein Geheimtipp mehr, aber deren Eis schmeckt absolut köstlich. Ich habe eine Kugel Rosmarin-Eis und eine Kugel Basilikum gekostet: speziell aber sehr fein. Auch im Eissalon Tuchlauben wird hervorragende Eiscreme serviert. Für Freunde der deftigeren Kost kann ich das Schweizerhaus im Prater empfehlen: eine Stelze mit Kren und Senf, dazu einen Krautsalat – zu zweit eine tolle Mahlzeit. Auch das Neni am Naschmarkt ist einen Besucht wert. Gut Frühstücken kann man in den vielen Kaffee-Häusern Wiens fast überall. Wer etwas Spezielleres sucht, dem kann ich das Rochus gleich beim Rochusmarkt empfehlen. Dort wird ein vorzügliches Frühstück serviert. Man kann zur “Grundausstattung” viele Optionen dazu bestellen. Auch das Motto am Fluss hat eine wunderbare Frühstückskarte. Die Produkte sind von einer top Qualität und das Ambiente an der Donau ist toll: man fühlt sich fast wie auf einem Schiff.

Übernachtet haben wir im 25 Hours Hotel. Das Hotel ist sehr zentral gelegen, mit optimalem Anschluss an den ÖV. Dadurch sind alle wichtigen Destinationen in Wien rasch zu erreichen. Die Zimmer sind gut, sauber und klimatisiert (diesen Sommer besonders wichtig). Das Personal ist sehr zuvorkommend. Für einen Stadtbesuch können wir das Hotel empfehlen.

PS: gemäss meiner Garmin Fenix3 habe ich in diesen fünf Tagen 94,606 Schritte gemacht und bin 77.3 km weit marschiert. Da soll noch einer sagen, in einer Stadt bewege man sich nicht…

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