Muottas Muragl – La Punt Chamues-ch

Bei stahlblauem Himmel und Sonnenschein sind wir von Muottas Muragl losgewandert. Die Wetterprognosen waren nicht so gut – auf den späteren Nachmittag war Regen angesagt. Diese Tour hat nicht so viele Höhenmeter, ist aber sehr lang: über 19km weit ist der Weg von Muottas Muragl nach La Punt Chamues-ch. Der Pfad steigt gleichmässig an. Nach rund 300 Höhenmetern ist man oberhalb vom Lej Muragl. Von hier aus könnte man in Richtung Fuorcla Val Champagna aufsteigen und dann unterhalb der Felsen vom Piz Vadret zur Fuorcla Muragl queren. Da Fena durstig war, sind wir stattdessen zum Lej Muragl abgestiegen und von dort über den normalen Weg zur Fuorcla Muragl aufsteigen. Auf der Fuorcla Muragl haben wir zehn Steinböcke beim klettern beobachtet. Es war auch ein ganz junges Kitz dabei, dass nach seiner Mutter rief. Es ist immer wieder eindrücklich, diesen Kletterkünstlern zuzusehen. Danach sind wir in Richtung Val Prüna abgestiegen. Der Weg ist recht steil und das geht ganz schöne auf die “Bremsen”. Im Tal unten angekommen, führt ein schöner Pfad zur Alp Prüna. Danach geht es auf einem breiten Weg weiter nach Serlas. Hier fliessen die Ova Prüna und die Ova Chamuera zusammen. Wenn man den Fluss über die Brücke überquert, sollte man einen Blick in die Tiefe und wunderschöne Schlucht wagen. Serlas ist ein majestätisches Alpgebäude weit hinten im der Val Chamuera. So einen Bau würde man hinten im Tal nicht erwarten (ich kannte es natürlich aus meiner Jugend ;-)). Beim Punkt 1972 führt eine neu errichtete Holzbrücke über die Chamuera zur natürlichen Schwefelquelle: schmeckt nach faulen Eiern. Fena hat das Wasser trotzdem getrunken. Danach zieht sich der Weg durch das wunderschöne und immer enger werdende Tal bis nach La Punt Chamues-ch.

Aufgrund der Wetterprognosen haben wir auf grössere Pausen verzichtet. Nach 4:15 Stunden waren wir wieder in La Punt Chamues-ch. Kaum waren wir zuhause, hat auch schon ein heftiger Regen eingesetzt.

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